#fundstück: Zukunft der Arbeit – Interview mit Richard David Precht

Ein sehr interessantes Interview zur Zukunft der Arbeit hat der Publizist und Philosoph Richard David Precht im Deutschlandfunk gegeben. Es ist hier in der vollständigen Fassung nachzulesen: http://www.deutschlandfunk.de/die-zukunft-der-arbeit-wir-dekorieren-auf-der-titanic-die.911.de.html?dram%3Aarticle_id=385022

Markant und besonders darüber nachdenkenswert sind diese Stellen:

„Arbeiten werden die Menschen auch in Zukunft, aber sie werden es vielleicht nicht mehr für Geld tun, und sie werden es auch vielleicht nicht mehr für eine Firma tun und sie werden es nicht in Angestelltenverhältnissen tun.“

Und in Bezug auf die Notwendigkeit, dass Menschen über Einkommen (und in diesem Sinne dann auch Kaufkraft) verfügen müssen, damit die Entwicklung in Richtung Automatisierung und Digitalisierung wirtschaftlich für die Unternehmen sinnvoll ist:

„Oder, aus der Logik des Silicon Valley gedacht, der Datenhandel ist nur unter einer Bedingung ein lukratives Geschäft: dass derjenige, dem ich meine gezielte Werbung auf den Computer lade, dass der in der Lage ist, diese Produkte auch zu kaufen. Also die Daten eines Armen sind wertlos, und die ganze Datenökonomie funktioniert irgendwann nicht mehr, wenn zu viele arbeitslos sind und kein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt wird.“

Diese Aussagen sprechen zwei Grundtrends an. Zum einen die Gefahr, dass sich die Arbeitswelt weiter stark verändert und gewohnte Umfelder und Einkommensquellen dadurch wegfallen. Und die notwendige Konsequenz daraus. Ohne Einkommen sind die Effekte aus den Veränderungen durch neue Technologien für die Unternehmen wertlos. Eine zu große Zahl an einkommenslosen Menschen würde nicht mehr nur als kaufende Kunden fehlen. Es würden sich vielmehr Unruhen oder soziale Verwerfungen ergeben, die auch auf die übrigen potentiellen Kunden negativ wirken. Allein aus dieser Sicht ist das Nachdenken über und die Entwicklung von neuen Einkommensmodellen ein zwingender nächster Schritt.

„Selbstbestimmung statt Sargdeckelklappern bei der Pflege-Beratung.“

Das neue Pflegestärkungsgesetz macht den Beratungsdschungel noch undurchdringlicher. Für einen Beratungsboom wird allein das neue Gesetz nicht reichen. Denn das Problem liegt im Vertriebsumfeld der Pflegeversicherung. Diese ist alles andere als emotional positiv besetzt und verkaufspsychologisch damit eine echte Herausforderung. Die Beratung zur Pflege funktioniert nicht per Sargdeckelklappern sondern, wenn das Produktangebot in das Gesamtkonzept der Vorsorge integriert wird.

Die vollständige Kolumne lesen Sie unter: https://www.pfefferminzia.de/kolumne-selbstbestimmung-statt-sargdeckelklappern-bei-der-pflege-beratung-1/