#fundstück: „Warum es Robo Advisor als Versicherungsberater so schwer haben“

„Robo“ ist trendy, zeitgeistig, modern – Prozesse, Abläufe und die ganze Arbeitswelt sollen damit auf den Kopf gestellt werden. Die gesamte Beratung steht dabei genauso im Fokus – von der Medizin über die Juristerei bis hin zu Finanzen- und Versicherungen.

In ihrem Beitrag für das IT-Magazin beschreiben Henning Plagemann und Marco Habschick sehr schön die Fallstricke, die das Thema „Robo“ in der Versicherungsberatung haben wird. Da seit 1994 die Versicherungsbedingungen keiner Inhaltskontrolle durch die Finanzaufsicht unterliegen, gibt es eine kaum überschaubare Vielfalt an Bedingungswerken. Gleichzeitig gilt im Hinblick auf eine fundierte Beratung:

„Ohne ein fundiertes Studium der Bedingungen funktioniert allerdings keine regelkonforme Beratung.“

Dies gewinnt vor dem Hintergrund immer strafferer Anforderungen durch den Gesetzgeber weiter an Bedeutung. Eine scheinbar ideale Ausgangslage also für Robots, die sich durch die Vielfalt der Regeln arbeiten und so Licht ins Dunkel bringen. So einfach ist es aber nicht.

Was bei der Auswahl von Fonds und dem Zusammenstellen von Anlagestrategien noch gut funktionieren mag, stößt im Versicherungsbereich schnell auf Grenzen. Das liegt interessanterweise gerade an der unüberblickbaren Vielfalt und Ausgestaltung der einzelnen Bedingungen. Die zentrale Aussage der Autoren dazu:

„Aufgrund der Semantik der natürlichen Sprache ist die automatisierte Analyse von Verträgen und Bedingungen heute und auf absehbare Zeit nicht möglich – zumindest nicht zu vertretbaren Kosten.“

Die Beurteilung von AVB, auch mit Blick auf das Verhältnis zum Preis für den daraus entstehenden Versicherungsschutz, braucht Erfahrung. Diese muss der Robot erst sammeln. Fraglich ist, ob am Ende überhaupt automatisierte Abwägungen für den Kunden getroffen werden können, die Aussagen mit Blick auf das Zusammenspiel von Qualität (AVB) und Quantität (Preis für die Versicherung) treffen können.

Die Autoren stellen angesichts dessen korrekterweise fest: Der besondere Robo-Mehrwert ist die Unterstützung in der Beratung durch Automatisierung und Analyse von Teilbereichen, in denen klare Regeln ausgemacht werden können. Wird der Berater bei Routine-Tätigkeiten und immer wieder ähnlich auftretenden Vorgängen intelligent entlastet, kann durch eine konsequente Einbindung von „Robo“ in das Vertriebsumfeld die Beratungseffizienz deutlich gesteigert werden.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie hier: https://www.it-finanzmagazin.de/warum-es-robo-advisor-als-versicherungsberater-so-schwer-haben-die-vermittlerrichtlinie-idd-53397/

„Der Makler muss mehr sein als Fleisch gewordener Vergleichsrechner“

Makler haben Ihre Tradition in der Gewerbeversicherung. Während die Technologie das Privatversicherungsgeschäft gerade radikal verändert – Produkte werden vergleichbarer und leichter verfügbar – ist das in der Gewerbeversicherung noch anders. Hier treffen Technologie und Versicherung wie Feuer und Wasser aufeinander. Insurtech kommt da an seine Grenzen, wo das wahre Maklerhandwerk beginnt. Dessen Ursprung  liegt im Beschaffen von Versicherungsschutz für Unternehmen. In der Analyse, im Risikomanagement und bei der Unterstützung im Schadenfall. Der Makler als Risiko-Coach mit Fach-Knowhow wird in der Gewerbeversicherung auch in Zukunft erfolgreich sein. Er muss dafür aber mehr sein als nur Mensch gewordener Vergleichsrechner.

Die vollständige Kolumne auf pfefferminzia.de lesen Sie hier: https://www.pfefferminzia.de/erfolg-in-der-gewerbeversicherung-der-makler-muss-mehr-sein-als-fleisch-gewordener/

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