„Die Rückkehr des Sparstrumpfs.“

Strafzins und Gebühren für das Aufbewahren von Geld treffen jetzt auch den Privatkunden. Von den früheren Verschon-Zusicherungen ist nicht mehr viel übrig. Die Negativzinsphase wirkt immer weiter.

Wohin mit dem Geld? So wie früher in den Sparstrumpf? Dieser ist keine wirkliche Alternative. Tresor oder Matratze aber auch nicht. Alternativen sind rar. Wer für das Alter vorsorgen oder Geld für schlechte Zeiten zurücklegen will wird dafür auch noch bestraft.

Sparstrumpf kann nicht die Lösung sein

Sollte die Politik daran interessiert sein, vorsorgende Bürger zu unterstützen, muss sie zügig und konsequent auf Förderung setzen. Der Zuschuss zu dem privat eingezahlten Vorsorgebetrag ist die zuverlässigste Quelle von Rendite. Es wäre ein echter Anreiz zu sparen. Eine klare Aussage, wie es mit der Altersvorsorge weitergehen soll, ist wichtig wie nie. Sie ist notwendige Entscheidungsgrundlage nicht nur für Ihre Kunden sondern auch für Sie als Berater. Der Sparstrumpf kann nicht die Lösung sein.

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Jugendliche sparen fleißig – im Schnitt 27% Sparquote

Der Trend zum Sparen ist bei Jugendlichen ungebrochen. Obwohl junge Menschen mit 447 Euro durchschnittlich pro Monat etwas weniger Geld im Portemonnaie haben als 2015 (464 Euro), legen sie 121 Euro zur Seite. Damit ist der Sparanteil weiterhin sehr hoch, bei 27 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Online-Umfrage der Deutschen Bank zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August unter mehr als 1.000 Schülern, Auszubildenden, Studenten und Berufstätigen im Alter zwischen 14 und 25 Jahren.

Bemerkenswert: Die meisten der Befragten sparen. Insgesamt legen vier von fünf Jugendlichen (81 Prozent) regelmäßig Geld auf die hohe Kante. Junge Männer sparen durchschnittlich 148 Euro im Monat, junge Frauen 93 Euro. Allerdings verfügen die jungen Männer im Schnitt mit 498 Euro pro Monat auch über mehr Einkommen als gleichaltrige Frauen mit 396 Euro. Die Einnahmen stammen aus Taschengeld, Nebenjobs, Ausbildung und Berufstätigkeit. „Jugendliche sparen fleißig – im Schnitt 27% Sparquote“ weiterlesen

Nullzinspolitik – der Gewöhnungseffekt

Es treibt mir dir Tränen in die Augen. „5%“ steht auf dem Eröffnungsantrag meines Tagesgeldkontos gedruckt. In fetter Schrift mit dem Zusatz, dass es für die ersten sechs Monate garantiert wird. Zugegeben, der Antrag ist schon etwas älter, auch damals waren die Unterschiede zwischen den Angeboten groß. Wenn heute Faktor 10 zwischen den Zinsen liegt, heißt dies aber nicht viel mehr, als dass es statt 0,10% p.a. 1% p.a. gibt. Das Überprüfen des Freistellungsauftrags verkommt damit zur Fingerübung. Eine Gewohnheit aus alten Zeiten, in denen eine durchschnittliche Spareinlage noch so viel Zinsen brachte, dass es sich lohnte die Summen der Freistellungsaufträge jährlich zu prüfen. „Nullzinspolitik – der Gewöhnungseffekt“ weiterlesen