„Das brennende Haus versichern.“

Beim Anruf für einen Reparaturauftrag schwingt immer eine Portion Unbehagen mit. Wie hoch ist die Rechnung? Lohnt sich die Reparatur? Brauche ich ein neues Gerät?

Versicherung aus Sicht des Kunden denken

Denken wir Versicherung einmal anders herum, aus Sicht des Kunden: Der Vertrag beginnt nicht mit jahrelanger Beitragszahlung. Er beginnt mit dem positiven Erlebnis, dass ein Schaden übernommen wird. Versicherer wie die ERGO-Direkt haben es vorgemacht und dieses Konzept in der Zahnversicherung umgesetzt. Die dogenannte After-the-event-Versicherung macht es möglich, dass auch das „abgebrannte Haus“ (sprich die begonnene Zahnbehandlung oder das kaputte Elektrogerät) versichert werden kann.

Clevere Lösungen für die Kundenbindung

Für einzelne Zielgruppen wie Handwerker ist dieser Ansatz ein zusätzliches Instrument zur Kundenbindung. Erst einmal zählt die gute handwerkliche Qualität, damit die Kunden zufrieden sind. Mit dem passenden Service drum herum – und hier zählen auch derartige Versicherungslösungen – wird echte Kundenbindung daraus.
Das gilt genauso für den Vermittler, wenn er die passenden Konzepte anbieten kann. Jetzt sind noch die Versicherer gefragt, die die eine oder andere Neuerung zu wagen.

Die vollständige Kolumne lesen Sie hier: https://www.pfefferminzia.de/kolumne-der-vertrag-beginnt-mit-dem-positiven-erlebnis-dass-ein-schaden-uebernommen-wird/

„Wie „kleine“ Versicherungen die Kundenbindung stärken.“

Allzu gern rücken die „kleinen“ Versicherungen wie die aus dem Reisebereich in den Hintergrund. Täglich neue Vergleiche und Produkt-Ratings zu Berufsunfähigkeitspolicen, Krankenversicherungstarifen, Hausrat, Haftpflicht & Co. bringen nicht nur Transparenz in die einzelnen Sparten, sondern ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Verständlich, geht es dabei doch um die Absicherung existenzieller Risiken.

Dabei wird leicht übersehen, dass auch eine Reise zum existenziellen Risiko werden kann. Der medizinisch begleitete Rückflug kostet schnell einen Betrag im mittleren fünfstelligen Bereich, es kann aber auch sechsstellig werden.

Zu Unrecht werden die Angebote wenig beachtet. Denn diese Policen sichern nicht nur die Kunden gegen das finanzielle Risiko. Allein durch die Vermittlung des „guten Gefühls von Sicherheit“ kann die Kundenbindung enorm gestärkt werden.

Die vollständige Kolumne lesen Sie unter: http://www.pfefferminzia.de/beratungsalltag-wie-kleine-versicherungen-die-kundenbindung-staerken-1466618569/

BGH-Urteil nennt Leitlinien für die Vertragsbetreuung

Egal ob Sie sich als Fintech oder digitaler Makler fühlen und wie sehr Sie das Internet oder andere elektronische Hilfsmittel für die Kundengewinnung und -beratung nutzen: vom BGH gibt es im Zusammenhang mit einem Urteil zu einem anderen Sachverhalt einige Punkte, was unter Vertragsbetreuung zu verstehen sei. In dem Urteil (AZ I ZR 107/14 vom 14.01.2016) in dem es ursprünglich um die Befugnisse des Maklers bei der Regulierung von Schäden ging, wurde dies in der Urteilsbegründung ausgeführt.

Unter Randziffer 19 führt der Urteilstext folgende Punkte auf, die bei der Vertragsbetreuung von Versicherungen und damit zu den Kernaufgaben des Versicherungsmaklers gelten:

„Zu den Aufgaben des Versicherungsmaklers gegenüber dem Versicherungsnehmer gehört es, den Versicherungsvertrag nach Abschluss weiter zu betreuen, indem er:

  1. den Vertrag ungefragt auf etwaigen Anpassungsbedarfs wie Verlängerungen hin überprüft und den Versicherungsnehmer rechtzeitig darauf hinweist,
  2. den Zahlungsverkehr fördert,
  3. im Schadensfall den Versicherungsnehmer sachkundig berät, für sachgerechte Schadensanzeigen sorgt und bei der Schadensregulierung die Interessen des Versicherungsnehmers wahrnimmt.

Damit greift der BGH nochmals die Sachverhalte auf, die im Jahr 1985 im Sachwalterurteil definiert wurden. Klar wird damit aber auch, dass ungeachtet technischer Entwicklungen und neuer Wege in der Kundenbetreuung die Kernaufgaben des Maklers unverändert sind.

Bleibt festzuhalten: Die grundsätzliche Verpflichtung zur Vertragsbetreuung ist nicht neu – sie leitet sich bereits aus dem Sachwalterurteil ab. Das ist schon über dreißig Jahre alt. Als Makler sollte man sich darauf einstellen, dass die Diskussion rund um Fintechs und deren Verhalten in Bezug auf den Kunden, den Fokus verändert. Noch einmal mehr wird darauf geschaut werden, wie aktiv die Kundenverträge betreut und damit den Vorgaben entsprochen wird.